Ja … ich sitze wieder einmal in einem Café und suche nach einem Zimmer in einer netten WG. Dieses Café (es läuft zum dritten mal „Mary Jane“ von Nirvana) liegt in dem Bezirk St Kilda was vergleichbar ist mit … hm … einer Mischung aus Neubaugasse und den Lokalen am Donaukanal von Rossauerlände bis zur Urania … eine nette, junge Gegend und nahe am Strand.
Ich dachte mir ich nutz mein kurzes Sitzen und erzähl euch von meinen drei Wohnungsbesichtigungen. Die zwei Wohnungen gestern waren einen Zumutung. In der ersten stank es nach alten Klamotten vom Dachboden gemischt mit nem undefinierbaren Gestank. Ich kam nicht weiter als 3 Schritte in die Wohnung und bin dann nach einem kurzen „oh, there is no bed in the room. thats bad. sorry, no“ so schnell wie möglich hinaus verschwunden. Die zweite WG bestand aus einem Haus mit 7 Schlafzimmern, also mindestens 6 Wohnungskollegen. Es waren alle Vorhänge zugezogen und sah aus wie ich mir eine Kifferbude vorstellen würde. Ich hatte bei dem Zimmer ein ungutes Gefühl, sagte ab und ging wieder. Meine dritte Wohnung habe ich vor ca ner Stunde besichtigt. Sie liegt in einer schönen Gegend, in der Nähe der Chapel St, mein Zimmer ist schön eingerichtet, der Teppichboden würde nächste Woche gereinigt werden, worüber sich meine Nase freuen würde. Es gibt eine europäische Waschmaschien (ein Plus), Küche und Wohnzimmer sind komplett und schön eingerichtet, Internet ist im Preis inkltiert und nächstes Monat kommt eine Klimaanlage (weil der letze Sommer so extrem war). Alles in allem eine top Wohnung, aber leider etw teuer
. Der Besitzer ist einer meiner Mitbewohner, ein Australier mit italienischen Wurzeln, arbeitet momentan als Pizzakoch und startet sein eigenes Business mit eleganten und sportlichen Lederhüllen fürs iPhone. Er war von meinen AKG Kopfhörern ganz angetan. Wir lagen technisch auf einer Wellenlänge
. Er meinte er wird nicht oft zuhause sein, was natürlich seine Vorteile hat (mehr Ruhe), allerdings wären Mitbewohner mit denen man sich hin und wieder auf ein Gläschen Wein zusammen setzten und plaudern oder Film schauen könnte auch nett. Die andere Mitbewohnerin ist eine Russin, die ich allerdings nicht getroffen habe.
Nun ja, ich muss mich langsam auf den Weg in die Stadt und dann zur nächsten Wohnungsbesichtigung machen. Hoffentlich ist die nächste Wohnung auch so ein Erfolg und etwas günstiger. Ich bin froh, wenn ich endlich eine Wohnung gefunden habe und dann hoffentlich etwas zu Ruhe kommen kann.